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Tuesday, August 4, 2020

Zettel + Stift — Skizzentage Görlitz

Nach zwei Jahren fanden sie endlich wieder im (oder eher am) Kühlhaus statt, die Skizzentage in Görlitz. 40 Zeichner*innen, meist Illustratoren, trafen sich zum gemeinsamen Zeichnen, Schnipseln, Kleben, Stempeln, Drucken, Rumalbern beim "Stille Post"-Zeichnen, Lagerfeuer und zeichnerischen Entdeckungstouren durch Görlitz. Teilnehmer gaben Workshops für Teilnehmer. Alles angenehm entspannt und doch anstrengend, weil die Tage so voll waren. Wir hatten perfektes Wetter, alles fand draußen im Garten oder in der Altstadt statt. Lediglich die Mücken setzten uns zu.

Da ich schon so oft die Stadt gezeichnet habe, sind hier eher Momentaufnahmen, weniger spektakuläre Stadtansichten zu sehen. Frühere Görlitz-Zeichnungen von mir findet ihr auch hier im Blog unter dem Label Görlitz.

Diese Collage vom Kühlhaus habe ich bei einem Workshop aus bemalten Papierstücken geklebt. 

Ein paar Teilnehmer
     

Der Brunnen im Karpfengrund


In der Ochsenbastei


Donnerstag beim sehr leckeren veganen Essen im Kochwerk


Freitag beim Essen im Garten des Café Kugel


Nach dem Essen spielte dort ein polnischer Cellist für uns.



In einem Workshop wurden wir aufgefordert, in Görlitz nach Geschichten zu suchen. Stef und ich landeten in der Verrätergasse und hatten Glück: die Geschichte dazu stand auf einer Steintafel im Durchgang. Ich habe noch ein paar Tuchmacher in die Gasse gezeichnet.


Hier noch einer der zahlreichen Brunnen von Görlitz. Das Wasser sprudelt nur, wenn man den Sensor hinter der Figur entdeckt und die Hand davor hält.


Menschenskizzen am Markt im Rahmen eines Workshops. Achtung, es hat sich eine Schaufensterpuppe (mit 80er-Jahre-Boris-Becker-Frisur) dazwischen gemogelt!





Und zum Schluß noch ein etwas skurriles Bild. Ein Musiker gab uns ein schönes Konzert, indem er mit seinen Instrumenten (alles von Flöte, Sax, Percussion, Gitarre, Bass bis Keyboard) nacheinander Loops einspielte und diese dann übereinander legte, bis ein fetter Soundteppich entstand. Und sein Bruder tanzte für uns dazu neben Sessel und Stehlampe. Was schon seltsam anmutete, weil 1.) alle Zeichner scheinbar nur in ihre Skizzenbücher schauten und 2.) wir weit verteilt an Tischchen und auf Decken fast im Wald saßen. Es war herrlich, auch die Musik! Leider konnte ich den "Langschlenderer" (so der Name des Musikers) von meiner Position aus nicht sehen. Er war verdeckt vom Tänzer.




Friday, July 15, 2016

UrbanSketching Görlitz 2016 II

Hier ist Teil 2 der Görlitzbilder.

Nach unserem Polenbesuch erholten wir uns zu dritt im Kaffeehaus Lukullus, das hinten einen schönen Hofgarten hat, wo wir den Nikolaiturm sehen konnten. Gäste kamen, Gäste gingen, und bei jedem neuen Gast hörten wir den immergleichen, leicht affektierten Text des (netten und zuvorkommenden) Kellners, bis wir bei dem Satz:" Sind Sie eine Freundin der Mandel?" einen Lachkrampf bekamen. Glücklicherweise hat er es nicht auf sich bezogen.
Die ältere Dame, die mit ihrer Tochter da war, hatte ihr weißes Haar teilweise pink gefärbt.



Abends genossen Steffi und ich die Abendsonne hinter dem Kühlhaus in einer Idylle mit Schaukel am riesigen Baum und Julianes rotem Bürowagen.



Nächster Tag, Frühstück. Danach eine Zeichnung von meinem Platz aus. Ich mag die alten Farben und Tapeten, die überall hervorscheinen, und ganz besonders mag ich die alten Möbel aller Generationen. 



Nachmittags in der Rabryka, einer stillgelegten Hefe-Fabrik. Viele seltsame Gerätschaften gab es da...


Am letzten Tag besuchten wir die Peterskirche, um die legendäre Sonnenorgel (1703) zu hören, die sogar Tier- und Naturgeräusche imitieren kann. Eine Dame des Fördervereins gab uns von der Kanzel aus einen Vortrag dazu.

Wednesday, July 6, 2016

UrbanSketching Görlitz 2016

so hieß das diesjährige Skizzenfestival. Fünf schöne unterhaltsame Tage in fast familiärer Atmosphäre. 22 bis 25 Leute zeichneten von morgens bis abends. Es wurden verschiedene Workshops angeboten (zwei davon von mir), zusammen gegessen, ein Film gesehen ("Grand Budapest Hotel" natürlich), gepaddelt und Impro-Theater genossen. Ein großer Dank an die Organisatoren, die uns hervorragend versorgt haben.
Und hier fand das Ganze statt: im KÜHLHAUS, einem ehemaligen Lager für Lebensmittelstaatsreserven in der DDR.


Ein Besuch der polnischen Seite von Görlitz gehört natürlich dazu. 
Hier der Eingang zum Polenmarkt in Zgorzelec. Ansonsten unsanierte Häuser und Plattenbauten.

Menschenleere Idylle fand ich im Karpfengrund hinter der Peterskirche in der Altstadt von Görlitz. Bei diesem Jugendstilbrunnen schauen vorne zwei Karpfenköpfe und hinten eine Schwanzflosse aus der Stele heraus.

In einem Workshop mussten wir uns unserem persönlichen Staatsfeind Nr. 1 stellen. Da ich sehr an der Linie klebe, habe ich mir das Malen mit Farbflächen ohne Linienzeichnung ausgesucht.
Ein Raum im Kühlhaus und ein Porträt.



Das reicht erst mal für's erste, weitere Zeichnungen folgen.

Tuesday, May 21, 2013

Görlitz

Das sächsische Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands, eine wunderschöne Stadt mit Bauten zwischen Spätgotik und Jugendstil. Jedes Haus sieht völlig anders aus als das Nachbarhaus. Es gibt so viele Details zu entdecken.

Der Schönhof war auffällig, schon durch die Farbgebung 
Blaugrau/Orange. Man beachte den Hirsch am Erker.



 Toll fand ich auch die Treppe zum Rathausturm.

 


Es gibt wenig Autoverkehr, alles ist sehr beschaulich und fußgängerfreundlich. Ein bisschen zu ruhig, denn es wirkt schon etwas tot an manchen Ecken. Keine Leute zu sehen außer den Rentnern der Reisegruppen, wenig Gastronomie (naja für die paar Leute ist es ausreichend), kein Nachtleben. Das "Salü" bildet die Ausnahme. Eine kuschelige Bar und Restaurant, ganz versteckt in einer schmalen Gasse gelegen. Sehr angenehm.