Thursday, July 28, 2016

Skizzen aus dem Inntal

Andrea Gasser (USk München) und ich dachten, wir machen eine Zweigstelle der Urban Sketcher in Kufstein auf. Ende März zeichneten wir zu Dritt an der Festung. Der Wind war schneidend kalt, der Himmel dafür umso blauer. Etwas durchgefroren aber glücklich wärmten wir uns danach bei einem guten Kaffee.


Festung Kufstein
Ende April blühte die Vogelkirsche im Garten. Am windstillen Balkon ließ es sich in der Frühlingssonne gut zeichnen. Die Menschen genossen das schöne Wetter, die Kinder spielten glücklich am Spielplatz und die Vögel zwitscherten fröhlich. Im Foto bewölkte es sich dann etwas aber ich hoffe, ich konnte das sonnige Gefühl gut einfangen.

Zu Hause am Balkon in Kiefersfelden, mit Blick auf Bahnhof und Spielplatz
Im Mai traf ich mich mit einigen Münchner Zeichnern und 3 Freunden aus der Gegend zum Zeichnen in Ebbs bei Kufstein. Die Tiroler Schnapsschule und Brennerei ist in einem 400 Jahre alten Bauernhaus und lud zum Skizzieren ein. Den Schnaps habe ich dann besser ausgelassen...

Ein Traumtag im Mai an der Brennerei Schmieder in Ebbs
Die Zeichentruppe in Ebbs, Foto von Peter Hahn

Ende Mai kämpften wir im Urlaub gegen das Wetter an. Ein paar sonnige Stunden mussten mein Mann und ich sofort für eine Radltour nutzen. Am Schloß Urfahrn bei Reisach/Niederaudorf machten wir es uns auf einer Decke bequem. Auch wenn wir in einer Einflugschneise zu einem Insektenhotel saßen und die Ameisen durch den Aquarellkasten liefen, machte es enorm Spaß.
Am Schloß Urfahrn, kleines Nebengebäude
Ich fühlte mich nicht beobachtet....
Für 1 € kann man den Turm am Thierberg bei Kufstein besteigen und hat dort eine schöne Rundumsicht auf die umliegenden Berge und auf die Kapelle. Sitzbänke luden zum Zeichnen ein.
Thierbergkapelle bei Kufstein
Anfang Juli, es war der heißeste Tag in diesem Jahr, traf ich Anna Heger zum Wanderzeichnen. Zusammen mit meinem Mann sind wir früh los und zeichneten vom Tal aus die Ruine Unter-Falkenstein bei Flintsbach. Der Bergfried ist bewohnt, die Ruine im Privatbesitz, aber der Besitzer lässt die Begehung über einen Pfad durch die Ruine zu. Gerade als ich den letzten Pinselstrich setzte, machte ein Motordrachen die Szenerie richtig schön kitschig interessant.

Ruine Unter-Falkenstein bei Flintsbach

Zeichner und eine anhängliche Katze

Danach ging es auf den Petersberg. Eine kleine Wanderung ohne großen Schwierigkeitsgrad. Trotzdem freuten wir uns oben auf Eiskaffee und Kuchen, der im übrigen sehr lecker war.
Gastgarten am Petersberg

Friday, July 15, 2016

Köln III

Der Bahnsteig der Linien 16 und 18 an der Haltestelle Barbarossaplatz. Inoffiziell gilt der Barbarossaplatz als der hässlichste Platz von Köln. Tatsächlich ist der Platz auch eher eine einzige riesige Kreuzung für vier Straßenbahnlinien und hunderte Autos. Pläne, einzelne Bahngleise hier in einen Tunnel zu verlegen, um den Verkehr zu beruhigen, scheitern gerade natürlich wieder an den Kosten...

 

An der Kreuzung Venloer Straße/ Gürtel in Ehrenfeld laufen seit den 80er Jahren bereits zwei Bahnlinien unterirdisch. So muss sich nur noch die Linie 13 die Oberfläche mit den Autos teilen. Diese Session musste ich zweimal unterbrechen, weil ich nicht auf Regen vorbereitet war und mir einmal die Zeit zu knapp wurde.

Thursday, July 14, 2016

UrbanSketching Görlitz 2016 II

Hier ist Teil 2 der Görlitzbilder.

Nach unserem Polenbesuch erholten wir uns zu dritt im Kaffeehaus Lukullus, das hinten einen schönen Hofgarten hat, wo wir den Nikolaiturm sehen konnten. Gäste kamen, Gäste gingen, und bei jedem neuen Gast hörten wir den immergleichen, leicht affektierten Text des (netten und zuvorkommenden) Kellners, bis wir bei dem Satz:" Sind Sie eine Freundin der Mandel?" einen Lachkrampf bekamen. Glücklicherweise hat er es nicht auf sich bezogen.
Die ältere Dame, die mit ihrer Tochter da war, hatte ihr weißes Haar teilweise pink gefärbt.



Abends genossen Steffi und ich die Abendsonne hinter dem Kühlhaus in einer Idylle mit Schaukel am riesigen Baum und Julianes rotem Bürowagen.



Nächster Tag, Frühstück. Danach eine Zeichnung von meinem Platz aus. Ich mag die alten Farben und Tapeten, die überall hervorscheinen, und ganz besonders mag ich die alten Möbel aller Generationen. 



Nachmittags in der Rabryka, einer stillgelegten Hefe-Fabrik. Viele seltsame Gerätschaften gab es da...


Am letzten Tag besuchten wir die Peterskirche, um die legendäre Sonnenorgel (1703) zu hören, die sogar Tier- und Naturgeräusche imitieren kann. Eine Dame des Fördervereins gab uns von der Kanzel aus einen Vortrag dazu.

Wednesday, July 6, 2016

UrbanSketching Görlitz 2016

so hieß das diesjährige Skizzenfestival. Fünf schöne unterhaltsame Tage in fast familiärer Atmosphäre. 22 bis 25 Leute zeichneten von morgens bis abends. Es wurden verschiedene Workshops angeboten (zwei davon von mir), zusammen gegessen, ein Film gesehen ("Grand Budapest Hotel" natürlich), gepaddelt und Impro-Theater genossen. Ein großer Dank an die Organisatoren, die uns hervorragend versorgt haben.
Und hier fand das Ganze statt: im KÜHLHAUS, einem ehemaligen Lager für Lebensmittelstaatsreserven in der DDR.


Ein Besuch der polnischen Seite von Görlitz gehört natürlich dazu. 
Hier der Eingang zum Polenmarkt in Zgorzelec. Ansonsten unsanierte Häuser und Plattenbauten.

Menschenleere Idylle fand ich im Karpfengrund hinter der Peterskirche in der Altstadt von Görlitz. Bei diesem Jugendstilbrunnen schauen vorne zwei Karpfenköpfe und hinten eine Schwanzflosse aus der Stele heraus.

In einem Workshop mussten wir uns unserem persönlichen Staatsfeind Nr. 1 stellen. Da ich sehr an der Linie klebe, habe ich mir das Malen mit Farbflächen ohne Linienzeichnung ausgesucht.
Ein Raum im Kühlhaus und ein Porträt.



Das reicht erst mal für's erste, weitere Zeichnungen folgen.