Thursday, November 15, 2018

Südfrankreich im Oktober

In der Provence, im Département Var, habe ich im Urlaub ein paar kleine Orte besucht. Ausgangspunkt war das Dorf Entrecasteaux. Neben einigen wenigen Gassen und einer Straße hat es immerhin ein Schloss aufzuweisen, das auf einem Felsen thront. Darunter ein winziger barocker Schlossgarten.


Der Blick von unserem Garten geht über weite Pinienwälder.


Von der Stadtmauer (hinter dem Schloss) blickt man auf das Waschhaus am Bach (das offene Gebäude unten).

Bei einer Kaffeepause in Cotignac. Nachsaison -  es waren mehr Katzen als Menschen in den Straßen zu sehen. Das galt für alle Orte. Eine herrlich entspannte und romantische Atmosphäre.

Zweimal habe ich mich allein auf zeichnerische Entdeckungsreise begeben. Hier in Salernes:



 
Sonntag. Ein Markt wurde abgebaut. Danach ging man was trinken und dann war wieder alles ruhig und leer.



... und in Lorgues



Tuesday, November 13, 2018

Skizzen aus Kalabrien

Willkommen in Lamezia Terme, klang es blechern aus den Lautsprechern, als wir im milden italienischen Klima ankamen. Die Sonne strahlte und das Meer war türkisblau.



Die Menschen sind hier in Kalabrien sehr herzlich und beim skizzieren kam ich immer mit den Einheimischen ins Gespräch.


Die Landschaft, das Essen, der Wein und nicht zu vergessen der gute italienische Espresso machten die Woche zu einem Erlebnis.




Schön war's in Kalabrien...detailliertere Erzählungen und Skizzen auf meinem Blog

Thursday, November 8, 2018

Die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin

Achtzig Jahre nach der Reichsprogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938.





Im gesamten Deutsch Reich wurden im Verlauf des vom Nazi Regime dirigierten Pogroms gegen jüdische Bürger etwa 1400 Synagogen zerstört. Tausende Menschen wurden in Konzentrationslager eingeliefert, wo mehrere Hundert von ihnen starben. 
Es war der Auftakt zur systematischen Verfolgung und Entrechtung der deutschen und europäischen Juden durch die Nazis, der schließlich zum millionenfachen Mord des Holocaust endete.

Wednesday, November 7, 2018

Algodonales

Mein Mann fährt regelmäßig nach Algodonales in Andalusien zum Gleitschirmfliegen. Vor zwei Jahren war ich mal für 3 Tage mit und es hat mir so gut gefallen (hier ist mein Blog-Bericht von damals), dass ich mich sehr gefreut habe, dieses Mal eine Woche unserer 2 1/2 wöchigen Spanienreise dort zu verbringen. 

Algodonales ist ein kleiner Ort, gehört zu den weißen Dörfer (pueblos blancos), aber ist touristisch nicht so hübsch und nicht so bekannt wie seine Nachbarsdörfer Zahara oder Olvera. Der Ort ist bekannt für die gute Bedienungen zum Gleitschirmfliegen und dadurch ist er sehr lebendig, typisch spanisch und ohne jegliche touristischen Merkmale. 






Ich hatte dort eine wunderbare Woche. Jeden Morgen frühstückten wir mit der Gleitschirmgruppe in einem der Lokale am Plaza. 





Danach war Fliegen angesagt und ich hatte den Tag für mich mit meinem Sketchbook und vielen netten Begegnungen. 








Ein Mal, als ich mich auf meinem Hocker gerade setzte, kam eine Frau aus ihrem Haus und fragte mich, ob alles ok bei mir sei. Ob ich was zu trinken möchte. Sie zeigte mir, wo sie wohnte, falls ich doch noch etwas brauchte.



Ich habe die Plaza während der heiligen Siesta-Zeit gezeichnet. Es war herrlich. Ich saß dort lange, vielleicht 3 Stunden, im Schatten der Zitrusbäumen und habe die Zeit und Ruhe genossen. Eine ältere Dame kam vorbei guckte und staunte, und zeigte mir mit Freude ihr Haus auf meinem Bild „mi casa“ . Zwei Schweizer Gleitschirmflieger, die an dem Tag nicht flogen, kamen und guckten, was ich machte. Der Eine hat sich sehr für meine Zeichnung interessiert und kam jede halbe Stunde, um den Zustand zu prüfen. Es endete damit, dass er mir viele Fotos von seinen Skulpturen gezeigt hat.

Als ich diese Gasse zeichnete, merkte eine Frau, dass mein Hocker mir unbequem war und sie brachte mir einen Stuhl aus ihrem Haus. Zwei Frauen zeigten mir, dass ihre Hände mit Farbe befleckt waren, und ich habe verstanden, dass sie gerade von einem Malkurs gekommen waren.


Nach ein Paar Tage hatte ich das Gefühl, dass viele Leute mich grüßten, weil sie mich „kannten“.

Ich bin an einem Tag nach Zahara gefahren




und ebenfalls einen Tag nach Olvera. Ich konnte nicht genug haben von diesem Anblick der weißen Dörfer. Zu Füssen einer großen farbigen Kirche stapeln sich die weiße Häuser, die mit gelben / ockerfarbigen Streifen versehen sind.






Spät am Nachmittag fuhr ich öfter mal zum Landeplatz. Es war eine ausgelassene und tolle Stimmung bei der Abendsonne dort. Ständig landete jemand, die Flieger packten ihre Schirme zusammen, tauschten ihre Flugerlebnisse aus und holten ein Landegetränk bei Pepe, der jeden Tag mit seinem Getränkewagen auf dem Landeplatz steht. 



Abends wurde es wieder bei Tapas und Wein in einem der Lokale auf der Plaza gesellig.