Friday, May 20, 2016

Skizzen aus Frankfurt am Main.






























Der Römerberg




























Die Frankfurter Skyline vom Sachsenhäuser Museumsufer aus gesehen.




























Bahnhofsviertel. Elbe- / Ecke Münchener Straße

Tuesday, May 17, 2016

Pfingsten in Mecklenburg

Drei Tage in einem Haus bei Goldberg, einem kleinen Nest in Mecklenburg. Am Samstag kam die Kälte, am Sonntag der Regen. Freitag war es noch schön und ich konnte diese Mühle zeichnen. Der einzige Mensch weit und breit war ein Mann auf einem Rasenmähertraktor, der auf dem Grundstück hinter mir herumfuhr. Das Umfeld der Mühle scheint gerade mit Pflastersteinen und kleinen Bäumchen aufgehübscht zu werden.





Am Sonntag bin ich nach Goldberg gefahren und habe aus dem Auto heraus gezeichnet, da es immer wieder regnete. Wieder kein Mensch zu sehen. Wie in einer Geisterstadt. Dasselbe haben wir auch am Vortag in Sternberg erlebt. Obwohl etwas größer als Goldberg, hatte kein einziges Café am Samstagnachmittag geöffnet. Alle Geschäfte schlossen um 12 Uhr und niemand, wirklich niemand war auf der Straße!


Später kam dann doch mal die Sonne raus und ich konnte mir noch dieses schöne Backsteinhaus vornehmen (ich schätze mal Ende der Zwanzigerjahre?)
Montag dann noch schnell den Schuppen vor dem Haus gemalt. Es war so kalt, das meine Hände gerne Handschuhe gehabt hätten. Obwohl ich in der Sonne saß.
(Und nein, das ist keine verunglückte Perspektive, der Schuppenanbau bestand aus schräg nach oben führenden Brettern. Warum? keine Ahnung).

Und der Flieder - ach, der schöne Flieder überall...

Friday, May 13, 2016

Im ICE nach Berlin

Ein Polizist am Nebentisch im ICE nach Berlin.
Ruhepause nach einem langen Diensttag...



Saturday, May 7, 2016


Florian Afflerbach · Flo · Flaf (1980–2016)


Am Donnerstag, 5.5.2016, kam Florian Afflerbach ohne eigenes Verschulden bei einem Verkehrsunfall in seiner Heimatstadt Siegen ums Leben. Eine Quelle der Freude, der Freundschaft, der Inspiration und des Staunens über seine Kunst ist abrupt versiegt. Was bleibt, ist ein Werk von unzähligen Skizzenbüchern und Blättern voller atemberaubender Architektur-, Technik-, Menschen- und Naturzeichnungen, verschiedene Bücher, Publikationen und Beiträge, und die Erinnerung an einen ganz besonderen Menschen, vor dem eine glänzende Zukunft lag und dessen Freundschaft und Humor ein ganz großes Geschenk waren.

Notre Dame de Paris, 2007
Florian studierte Architektur und Städtebau in Siegen und Paris und war studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Grundlagen der Gestaltung und Architekturtheorie von Prof. Ulf Jonak. Während seines Paris-Aufenthalts schloss er sich einer Gruppe von Architekturzeichnern aus Aachen an, die seine Leidenschaft für das Freihandzeichnen entfachten und den Grundstein für eine Entwicklung legten, die in den unglaublichen Zeichnungen mündete, die wir heute von ihm bewundern dürfen.



Wir beide freundeten uns während einer der jährlichen Zeichenwochen mit Studenten und Ehemaligen im Kloster Möllenbeck Anfang der 2000er an, wo wir fortan in einem eingeschworenen Team zu dritt oder viert das alte Gemäuer und das umgebende Weserbergland erkundeten, immer Seite an Seite zusammen zeichnend. Schon damals war klar, dass wir anderen wohl nie das Niveau erreichen würden, das Florian sich mit seinem Talent, seiner Freude am Zeichnen und seinem Fleiß erarbeitete. Wenn wir abends in den Skizzenbüchern der jeweils anderen blätterten und uns bewusst wurde, was Florian in der gleichen Zeit geschaffen hatte, staunten wir und ließen uns neidlos inspirieren von seinen tollen Aquarellen, Bleistift- und Markerzeichnungen. Um die Anfänger unter den anwesenden Studenten nicht völlig zu entmutigen, erklärte Prof. Jonak deshalb: „Der Flo ist kein Maßstab, lasst Euch von seinem Niveau nicht frustrieren.“



Florian Afflerbach mit dem von ihm gezeichneten
Luftbildplan seiner Heimatstadt Siegen, 2014
Nach seinem Abschluss in Siegen arbeitete Florian Afflerbach als Architekt in der Wettbewerbsabteilung von 4a Architekten in Stuttgart. Ab 2010 absolvierte er den Aufbaustudiengang zum Master in Architekturvermittlung an der BTU Cottbus bei Prof. Dr. Riklef Rambow und Dipl.-Ing. Grit Koalick. Danach arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrgebiet Raumgestaltung und Entwerfen an der Universität Siegen bei Prof. Ulrich Exner und daneben am Lehrstuhl für Architekturdarstellung an der TU Dortmund bei Prof. Gottfried Müller, wo er Freihandzeichnen, Gestaltungslehre und Zeichentechniken lehrte. Als das Assistententeam dort verstärkt werden sollte, empfahl er Prof. Müller mich für die offene Stelle, wofür ich ihm sehr dankbar bin. So lehrten wir seit Sommer 2013 gemeinsam unser Lieblingsfach Freihandzeichnen. Die Lücke, die Flo an unserem Lehrstuhl hinterlässt, ist nur durch den Reichtum zu ermessen, den er mit seinem Talent und seiner Erfahrung in das Team eingebracht hat, und der uns nun so sehr fehlen wird.
Für die Stadt Siegen organisierte er im Rahmen eines Studentenprojekts die Ausstellung „Siegen – Die ungebaute Stadt“, die nicht realisierte Architekten- und Studentenentwürfe zeigte und zwei Tage nach seinem plötzlichen Tod endete.


Runkel. Zeichenexkursion an die Lahn. Florian ist rechts im Bild.
Unsere gemeinsame Wellenlänge und das gemeinsame Interesse an Architektur und dem Zeichnen ließ unsere kleine Gruppe einige wunderbare und produktive Reisen unternehmen, nach Venedig, nach Prag, ins Rheintal oder an die Lahn. Es sind unvergessliche Erinnerungen an eine wirklich schöne Zeit zusammen. Generell reiste Florian viel und gern, und bereits während der Reisen oder wenigstens kurz danach sprudelte sein Flickr-Account über mit einer Fülle an Zeichnungen und Aquarellen. Oft fiel es schwer, beim Sichten und Würdigen dieses Outputs nicht den Anschluss zu verlieren. Und auf all diesen Reisen pflegte er den intensiven und freundschaftlichen Kontakt mit anderen Urban Sketchern, von denen hier stellvertretend Gérard Michel in Lüttich, Lapin in Barcelona, Omar Jaramillo in Berlin und Eduardo Bajzek in Sao Paulo genannt seien.

  


Essen Motor Show 2015
Immer schon zogen ihn Auto- und Motorradklassiker, Flugzeuge und andere Maschinen magisch an, was wahrscheinlich in der Familie liegt – schließlich sammelt und restauriert sein Vater nebenbei automobile Klassiker wie den legendären Ro80 von NSU. Deshalb bereiste Flo die Automessen, Museen und Oldtimertreffen der näheren und weiteren Umgebung, und neben all den oberflächlichen Handyfotografen genoss er bei den Ausstellern immer ein hohes Ansehen und wurde gerne hinter die Absperrungen gelassen, weil man erkannte, dass es etwas ganz Besonderes ist, wenn sich jemand Zeit nimmt für die Formen, die Technik und die Details, und diese so virtuos in seinen Zeichnungen festhält. So kamen einmal die Rallye-Legenden Walter Röhrl und Christian Geistdörfer persönlich auf ihn zu, als Flo gerade ihren Porsche 911 zeichnete. Sie waren sicher kaum weniger stolz als er, als sie seine Zeichnung signierten. Vor wenigen Wochen noch durfte Flo eine Runde in einem historischen Rallye-Audi-Quattro mitfahren, den er gerade beim Vorbeifahren entdeckt und sofort zu zeichnen begonnen hatte. Am Montag darauf berichtete er mir, wie er mit zitternden Knien das Fahrzeug verließ. Seine jüngste Leidenschaft galt dem Restaurieren und Fahren seines historischen Kleinmotorrades NSU Quickly S.
Kein Wunder, dass Florian mit seinem Werk die Aufmerksamkeit eines Teams von Comiczeichnern auf sich zog, die ihn baten, bei ihrem Projekt einer Graphic-Novel-Version des Kultfilms »Le Mans« mit Steve McQueen mitzuwirken. Sein Beitrag umfasst die Architekturen und Sets und die perspektivischen Hintergründe der rasanten Renndarstellungen mit den zuschauergefüllten Tribünen, Leitplanken und Ampelbrücken – es ist ein unglaublich dynamisches Buch geworden – im Sommer wird es offiziell beim 24-Stunden-Rennen der Klassiker in Le Mans vorgestellt.







Auch an weiteren Publikationen war Florian beteiligt: Zeichnungen und Erklärungen von ihm finden sich in Gabriel Campanarios bekanntem USk-Buch „The Art of Urban Sketching“, Matthew Brehms „Drawing Perspective – How to see it and how to apply it“, oder „Liège des Urban Sketchers“, herausgegeben von Gérard Michel.
Aber auch als Hauptautor erarbeitete Florian sich großes Renommee, z.B. mit seinem Standardwerk „Darstellungsgrundlagen Freihandzeichnen“ aus der Reihe „Basics“ des Birkhäuser-Verlags. Im Hamburger „Schaff-Verlag“, den er zusammen mit Dr. Jörg Schilling betrieb, erschienen regelmäßig die sogenannten Bauhefte, die sich fundiert und reich bebildert mit Hamburger Baudenkmalen und Ensembles bzw. dem Werk des Architekten Martin Elsaesser (in Kooperation mit der Martin Elsaesser Stiftung) beschäftigten und die jeweils zahlreiche handgezeichnete und aquarellierte Abbildungen von Florian enthielten.

Auch Hersteller von Zeichenmaterialien wurden auf Florians Talent aufmerksam, schmückten ihre Zeichenbuch-Cover mit seinen Aquarellen oder engagierten ihn als Demo-Künstler auf Messen.















Die meisten Urban Sketcher kennen Florian Afflerbach entweder persönlich von den Symposien in Lissabon und Barcelona, den diversen Veranstaltungen und Workshops, an denen er beteiligt war oder von seinen Posts in Facebook und Flickr. 2013 leiteten wir gemeinsam den Workshop „Barcelona Perspectives“ am berühmten Mies van der Rohe Pavillon. Tina und meine Freundin waren mit von der Partie und es war eine schöne, bereichernde Zeit für uns alle. Noch letzte Woche leitete Florian im Rahmen der „Malagrafica – Sketching Point“-Veranstaltung einen Autozeichenkurs in Malaga, Spanien. Alle, die ihn bei seinen Workshops und Veranstaltungen erlebt haben, wussten seine Freude am Lehren, seine Kompetenz und seinen Humor zu schätzen. Wir alle bewunderten seine Fähigkeiten und die Leichtigkeit, mit der er sie weitergab.

Auch beim diesjährigen USk-Symposium in Manchester im Juli wollte Flo zusammen mit Lapin Barcelona einen Workshop zum Autozeichnen geben. Wir hatten uns schon sehr darauf gefreut, gemeinsam nach Manchester zu fliegen, all die Freunde wiederzusehen und gemeinsam zu zeichnen. Noch vorletzten Montag sagte er zu mir: „Das wird eine sehr intensive Zeit!“

Florian Afflerbach wurde nur 35 Jahre alt. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Partnerin Tina und seiner Familie.



Flo und viele unserer Urban Sketcher Freunde beim Symposium in Barcelona 2013

Unvorstellbar, was er geleistet hat – unvorstellbar, dass der Strom jetzt versiegt ist:
http://flaf.de

Wednesday, May 4, 2016

Bayerischer Platz

Der Bayerische Platz in Berlin-Schöneberg. Der einst zentral gelegene, prächtige Platz wurde im Krieg fast völlig zerstört. Jetzt stehen neben einigen wenigen schönen Altbauten hauptsächlich Nachkriegsbauten. Der einzige Schmuck des Platzes ist der Bayerische Löwe von Anton Rückel und ein kümmerliches, gekacheltes Wasserbecken. Trotzdem spiegelt der Platz viel vom heutigen Berlin abseits der Touristenpfade wider. Unaufgeregt, eher hässlich als schön, ein Nebeneinander von allen erdenklichen Baustilen und Gewerben.

Mitten auf dem Platz ist der U-Bahneingang. Oben auf den bunkerartigen Eingang wurde ein Glaskasten gebaut, in dem sich ein Info-Café befindet. Dort hat man Ausblick nach drei Seiten (sogar mit Terrasse). Dort habe ich diese Ansicht gezeichnet.




Der Bayerische Löwe. Kaninchen haben mir beim Zeichnen Gesellschaft geleistet.

Sunday, May 1, 2016

Ein bisschen München

Die beiden letzten Treffen waren sehr nett: das 51. weltweite Sketchcrawl am Samstag den 23.04. und heute das Urban Sketchers München Treffen im Mai in Altschwabing, in dem Viertel wo die Seidlvilla ist und wo unser Deutschland Treffen im September stattfinden wird.

Münchner Türme vom Stachus-Kaufhof- Restaurant aus gesehen, bei grauem Wetter waren wir gut geschützt und auch gut versorgt mit Kaffee und Kuchen:


Ein sehr netter Platz der gerade renoviert wurde in Schwabing: zwischen Occamstrasse und Feilitzstrasse. Trotz Kälte und Regentropfen konnten wir unter den Kastanien ganz gut geschützt zeichnen. 

Als es dann zu nass wurde, bin ich wieder unter der auch gerade renovierten Busshaltestelle an der Münchner Freiheit gegangen. 




Friday, April 29, 2016

Rüsselsheim - die Opelstadt



Bunker - Clara

Goitse - Clara

Das April Treffen der Rhein Main Gruppe fand dieses Mal in Rüsselsheim statt. Wir trafen uns am Bahnhof und machten einen kleinen Sketch Crawl entlang des alten Opelgeländes, inklusive Bunker am Tor 20, Opelmausoleum und Kiosken. Den Abend ließen wir auf einem Konzert von Goitse ausklingen.

Döner am Bahnhof - Katja Rosenberg

Kiosk am Bunker - Katja Rosenberg

Opelmausoleum - Roman Köller

Bunker- Roman Köller