Friday, March 6, 2015

U-Bahn-Leute


Und hier mal wieder U-Bahn-Leute in der U6 in Berlin. Ich habe immer so ein kleines A6-Heftchen dabei, damit lässt es sich recht gut unbemerkt zeichnen. Hier habe ich die Skizzen der letzten Tage zusammengefasst.

7 comments:

  1. Schöne Bilder, Katrin! Ich finde es ja immer schwierig, Personen gut zu treffen. Unlängst hat sich ein Mann bitter bei mir beschwert, als ich ihn ungefragt gezeichnet hatte. Eine andere Frau fand es gut, gezeichnet zu werden, und hat angeboten, zu posieren. Wie sind das Deine/eure Erfahrungen? Fragt ihr Menschen um, Erlaubnis, bevor ihr sie zeichnet? Ich nicht, denn Bilder werden dann aus meiner Sicht weniger natürlich, außerdem halte ich meine Zeichnungen gar nicht für so vorzeigenswert und will da keine falsche Erwartungshaltung wecken...

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    1. (Oh, ich habe an der falschen Stelle auf "Reply" gedrückt, Antwort siehe unten :)

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  2. Oh, das mit dem Mann ist schade...Ich zeichne auch sehr häufig die Menschen in der Stadt und der Bahn - aber beschwert hat sich noch niemand! Falls ich mal "entdeckt" und angesprochen wurde, habe ich eigentlich immer nette Reaktionen bekommen. Selbst Zeichnungen, mit denen man SEHR unzufrieden ist, werden positiv aufgenommen, da wunder ich mich auch immer...also nur Mut! Trotzdem versuche ich möglichst unauffällig zu bleiben - ich will ja den Homo Sapiens in seinem natürlichen Habitat, ganz ungekünstelt ;)

    Genau wie Katrin Merle (sehr schöne Skizzen übrigens!) bin ich nach langem Probieren auf A6-Skizzenbücher (mit Ringbindung) umgestiegen. Beim Skizzieren selbst empfiehlt es sich, die Leute nicht andauernd anzustarren, sondern ein kurzen intensiven Blick auf das Modell zu werfen und dann diese Erkenntnisse zu verarbeiten. Am besten ohne den eigenen Kopf zu sehr zu bewegen, mehr die Augen (ja hört sich komisch an :D) weil ruckartige Bewegungen in der Umgebung nehmen die Menschen gut wahr. Wird doch einmal jemand aufmerksam, kann es helfen, zwischenzeitlich ein anderes Motiv zu malen.

    Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen :)

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    1. Danke für Deine Erfahrungen! Ist wohl immer ein wenig grenzwertig, das Zeichnen von unbekannten Menschen. Aber der Trick mit dem Kopf stillhalten könnte helfen. :-)

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    2. Ja, ein wenig fühlt man sich schon wie ein Spion...aber wir verwenden ja unsere Erkenntnisse nicht für irgendwelchen Schabernack, im Gegensatz z.B. zur NSA ;)

      P.S. Witzigerweise musste ich im Zoo eine ähnliche Erfahrung machen und zwar die Gorillas nicht zu lange anzustarren, auch sie drehen sich nach einer Weile genervt weg :D Also immer mal mit den Augen ein anderes Ziel suchen und es sollte klappen :)

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    3. Ich zeichne Menschen nur, wenn sie es nicht merken. Sie sitzen immer eine Reihe weiter weg, nie genau gegenüber, sind meistens mit ihren Handy beschäftigt oder lesen. Da dringt man in den "Privatraum" eines fremden Menschen ein, das sollte man nie vergessen. Mir wäre es auch unangenehm, wenn mich ein Fremder die ganze Zeit anstarrt und zeichnet. Einmal bemerkte es eine Frau und setzte sich, sichtlich verärgert, woanders hin. Das tat mir irgendwie leid. Vielleicht sollte man sein Zeichenheftchen mit einem Rätselheft tarnen, dann kann man so tun, als überlege man angestrengt und schaue nur zufällig jemanden an :)

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    4. Jemand, der einem direkt gegenüber sitzt, zeichne ich auch selten. Es sei denn, er telefoniert laut ohne Rücksicht - dann hat er seine Privatsphäre eh aufgegeben ;)

      Ansonsten versuche ich auch ohne Rätselheft :) angestrengt zu schauen und tue quasi so, als würde ich gar nicht zeichnen, sondern irgendetwas notieren. Und wie gesagt, die paar Mal, wo ich unachtsam war, gab es ein nettes Gespräch und ich habe meinem "Modell" die Zeichnung später per Mail zugeschickt. Schade, dass ihr da so negative Erfahrungen hattet :/

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