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Tuesday, October 30, 2018

Exploring Valencia





I had the opportunity to have a few days in Valencia, staying in Cullera, a coastal town in the region, and making trips into the city. The weather was warm, sometimes too warm (which always makes me draw faster to get out of the sun). For me, capturing the experience of a place is so varied- sometimes in the detail of passing people, a sneak study of an interesting face, or a detail on a building or plant.  Here are some of the drawings, in no particular order, showing some of what caught my eye.





My materials vary, my default being Dip Pen and Indian Ink (Winsor Newton). Indian ink is waterproof, and the dip pen gives a wonderful variety of marks that gives a drawing a sense of depth, depending on the amount of pressure put on the nib. One is able to then add washes (ink or watercolour) without the line bleeding. (Though that can also be manipulated to create great tones)

Study of detail on a church wall using indian ink and dip pen with Lamp Black watercolour wash.








The above drawings were made pretty fast as they involved people who were moving, or I was in a rush. I usually find this a good way to draw because it gives no time to be fussy. 


 Valencia was full of ornate buildings which were too overwhelming to try and capture. This time I wanted to try out a new sepia watercolour and concentrate on tonal values, which was fun. All in all, a beautiful city I would be happy to visit again. If only for the Paella.

Tuesday, October 23, 2018

Reisebericht aus Kyiv, Ukraine

Im Oktober habe ich eine Woche in Kyiv, der Hauptstadt der Ukraine, verbracht. Zum Hintergrund – ich komme ja selber aus Kyiv, allerdings war das gerade mein zweiter Heimat-Besuch in den letzten 18 Jahren gewesen. Es ist schon bisschen komisch sich als fremder in einer Stadt zu fühlen, wo man aufgewachsen ist…

Zuerst das obligatorische „Ich sitze im Zug“-Zeichnung:
Während ich zeichnete, ging etwas in dem Zug kaputt, und ich steckte mitten in Feldern zwischen Köln und Frankfurt eine gute Stunde fest. Als Folge – Flug verpasst, 12 Stunden am Flughafen ausgeharrt, einen Polizeieinsatz miterlebt (nichts passiert), und – kein Bock auf zeichnen gehabt, wahrscheinlich zum ersten mal in meinem Leben.



Erste Zeichnung aus Kyiv –  ein Straßencafé in einem kleinen Park neben dem „Goldenen Tor von Kyiv“. Das Tor wurde vor ca. 1000 Jahren gebaut, danach von Mongolen zerstört, stand bis zu den 80-ern als Ruine mitten in der Stadt, und letztendlich wurde zum 1500-jährigen Jubiläum von Kyiv wieder aufgebaut. Auf mich wirkt das neue Gebäude immer noch als etwas künstliches – zum zeichnen fand ich den Kaffee-Verkäufer viel interessanter.


Noch ein Café, diesmal in Gestalt eines alten Straßenbahn-Wagens. Keine Ahnung, warum der hier steht – soviel ich weiß, an dieser Stelle gab es nie eine Straßenbahn. Im Hintergrund sieht man Silhouette vom Denkmal des berühmten ukrainischen Dichters Taras Schevchenko – seine Gedichte lese ich immer noch gerne, vor allem um die ukrainische Sprache nicht zu vergessen. Es war übrigens verdammt kalt an dem Morgen in Kyiv, und die netten Jungs aus dem Café-Wagen haben mir eine Tasse Tee spendiert – dafür bin ihnen endlos dankbar.

Kyiv ist eine sehr hügelige Stadt – vor allem am rechten Ufer von Dnipro – dem Fluss, an dem die Stadt steht. Deswegen gibt es in Kyiv unzählige Orte, an denen man wunderschöne Aussichten genießen kann. Hier ist eins davon - die Pejsazna Aleja, übersetzt etwa wie „Landschaftsgasse“, oder simpler – eine Straße mit toller Aussicht. Und wie überall auf der Welt, hier gibt es Menschen, die viel lieber auf ihre Handys starren, auch an solch schönen Orten.

Andere Orte sind vielleicht weniger schön. Hier zum Beispiel sind wir am Krestschatik – einer achtspurigen Straße mitten in der Stadt – es ist sehr laut und bisschen stickig. Links von uns liegt der bekannte Maidan Nesaleznosti (Platz der Unabhängigkeit). Genau an dieser Stelle brannten im Jahr 2014 Reifen und starben Menschen. 4 Jahre später sind fast alle Spuren der traurigen Ereignissen beseitigt; es wurden Mahnmale und Infotafel aufgestellt, der Krieg findet aber woanders immer noch statt.

Eine Straßenverkäuferin. Am Straßenrand wird es oft und viel verkauft; an jeder Ecke trifft man Menschen, die etwas anbieten – Souvenirs, Kosmetik, Kleidung… Ich fragte mich nur manchmal – kann man davon wirklich leben?

Eine Straße, an der ich als Kind ziemlich viel Zeit verbracht habe. Früher hieß sie Juri Chkalov Straße, heute – Oles Honchar Straße. Solche Umbenennungen der Straßen sind typisch für Kyiv – es liegt daran, dass extrem viele davon nach irgendwelchen kommunistischen Helden benannt wurden, und heutzutage klingen diese Namen in manchen Ohren nicht mehr so cool wie früher. Heute versucht man entweder die alten Straßennamen wiederherzustellen, oder die Straßen nach neuen Helden zu benennen. Mal sehen, ob man bald wieder etwas umbenennen muss.

In der sogenannten „Marschrutka“ – das sind Kleinbusse im öffentlichen Verkehr, die von unterschiedlichen Privatunternehmen betrieben werden. Erstaunlicherweise musste ich feststellen, dass ich in Kyiv eine gewisse Hemmung hatte, Menschen unterwegs zu zeichnen. Zuhause in Köln tue ich es fast jeden Tag und habe keine Probleme damit, aber dort bekam ich plötzlich Angst. Es lag vielleicht daran, dass ich überhaupt nicht wusste, wie Menschen in Kyiv reagieren, falls sie mich erwischen. Von den einheimischen Zeichnern wurde ich aber versichert – die Anwohner von Kyiv seien wirklich nett. Also – ich hab’s riskiert und nicht bereut.
Hinter der letzten Zeichnung aus Kyiv steht leider noch eine traurige Geschichte. Hier ist ein Holodomor-Denkmal abgebildet, zur Erinnerung an Hungersnot in der Ukraine in der 30-ern Jahren. Über diese Ereignisse wird extrem kontrovers diskutiert; man schiebt gern die Schuld in eine oder andere Richtung oder gar bestreitet die Tragödie. Fest steht nur – in den Jahren zwischen 1932 und 1933 starben an Hunger oder wurden als Diebe hingerichtet nach unterschiedlichen Berechnungen 3 bis 14 Millionen Menschen, und ich selbst erinnere mich noch an die schaurige Erzählungen meiner Großmutter aus den Zeiten…

Aber letztendlich bleibt Kyiv eine wunderschöne Stadt, die immer eine Reise wert ist. Dazu noch – in Kyiv gibt es eine nette USk-Truppe; also, ich würde es jedem empfehlen, die Stadt am Dnipro zu besuchen.

Tuesday, October 16, 2018

Entdeckungsreise in die Ukraine Part III


Kurz vor Lviv/Lemberg gerieten wir in ein starkes Gewitter und mit einem Schlag war der Sommer vorbei: Gerade hatte die Gruppe noch gestöhnt und gejammert über unerträgliche 30° Hitze, nun bibberte sie bei geradezu sibierischen 13° und Nieselregen - der Mensch ist nun mal ein empfindliches Tierchen... ;)
Aber das Wetter war schnell vergessen und wir tauchten ein in die wunderbare Stadt.
Besonders angetan haben es mir die grandiosen Figuren auf dem Dach der Oper, die man vom Restaurant des Hotel "Panorama" auf Augenhöhe bewundern kann.

Blick auf das Dach der Oper vom Restaurant des Hotel Panorama
Aus Höflichkeit schloß ich mich der geplanten Stadtführung an - was bedeutete, dass die Zeit zum Skizzieren immer von der Länge der Anekdoten abhing...
Figuren auf dem Dach der Oper vom Opernplatz aus gesehen













Figur im Zuschauerraum der Oper
Links: Innenraum der Armenischen Kathedrale, Rechts: Atlant an einer Fassade am Rynok Platz

Links: Detail Dominikanische Kirche, rechts: Denkmal Ivan Fedorov

Ivan Fedorov brachte im 16. Jhd die Buchdruckkunst in den russisch-sprachigen Raum - rund um sein Denkmal findet regelmäßig ein kleiner Bücherflohmarkt statt. Meine Reisegefährten rümpften die Nase über das Monument wegen des sozialistischen Stils, aber mir gefiel's, so dass ich später nochmal mit etwas mehr Zeit vorbeischaute.

Bücherflohmarkt am Denkmal von Ivan Fedorov

Am Nachmittag besuchten wir den Lytschakiwski-Friedhof mit vielen wundervollen Grabfiguren - allerdings erzählte der Führer immer an den visuell langweiligsten Gräbern die ausuferndsten Geschichten, so dass ich schließlich die Höflichkeit in den Wind schoß und mich zum zeichnen verdrückte.

Figuren auf dem Lytschakiwski-Friedhof

Eine Grabfigur wird restauriert
Am Morgen vor dem Rückflug blieb noch etwas Zeit für letzte Skizzen. Eine wunderbare Reise mit vielen Entdeckungen ging zu Ende, die aber auch nachdenklich stimmte - wie in Watte gepackt hatten wir die schöne Landschaft, die herzliche Gastfreundschaft erlebt... Der Reisende, der in Kultur schwelgt und voyeuristisch hier und da tieferen Einblick ins Leben und Denken der Menschen erhält, erfährt von politischen und sozialen Konflikten dennoch aus der sicheren Ferne. Wir reisen heim - aber es bleibt der Gedanke: Harmonie und Friede sind ein zerbrechliches Glück.

Nochmals die Oper

Rückseite Museum Arsenal

Wednesday, October 10, 2018

Alles im Eimer?

Walnussernte in Hohenlohe:
Das mag ich besonders gern - schönes Wetter, ein Sitzplatz, von dem aus ich nur zeichnen und zusehen kann, während Andere arbeiten...gut, dass sich die Bewegungen und Gesten wiederholen. Eine klasse Übung, um Personen zu malen.


Tuesday, October 9, 2018

Das Boot auf den Eisenbahnschienen

Das gefällt mir, so etwas skurriles, unerwartetes, mitten in der Stadt. Wie packt man so etwas an?
Ich, zuerst die Treppen hinauf aufs Deck, mit Cappuccino und Zeit. Der erste Blick erinnerte mich an einem Schiffsausflug auf dem Starnberger See im Juli. Bis ich an die Leute vorbei schaute und die Stadtbauwerk-Landschaft, mit den vielen Kränen im Hintergrund, sah:-)


"I like this, something as whimsical and oddball (and functional!) as a ship on the elevated railroad tracks in Sendling, converted into a collection of Cafés and eateries. Walking up the steps on the stern side, the view on the deck reminded me of a boat trip I took in July on Lake Starnberg. Until I looked past the people and was confronted with the many construction cranes on the city skyline."



Unter Deck, gewohnte Seemanns Gemütlichkeit. Bis man aus dem Fenster schaut: Büsse, Eisenbahn, Wohnblöcke, Baukräne:-)


"Below deck, familiar seaman's cozy surroundings. 'Til you look out the window: city buses, train cars on tracks, concrete residential buildings, cranes :-) "




Auf der anderen Strassenseite, nach der Kreuzung, sieht man den vollen Ausmass diese Stadtviertel Fantasie :-)


"On the other side of the street, past the intersection, one sees the full extent of this urban quarter flight of fancy :-) "

Monday, October 8, 2018

Triest | Schlendern am Strand entlang

 Tja, la dolce vita am Sonntag Mittag auf der endlosen Promenade in Triest. Auf dem Weg zum Schiff zur letzten Tour ins Mittelmeer. Zadar, Split, Korfu sollten noch folgen.
Aber erst mal die entspannten Typen hier.

Saturday, October 6, 2018

Prenzlauer Berg | Das Blumencafé


Zwei bunte Papageien, Blumen & Pflanzen überall. Man könnte auch vorbei gehen und es für einen großen Blumenladen halten. Ist es ja auch. Aber eben auch Café. Für mich eine Oase.
Jetzt wohne ich schon so lange im Prenzlauer Berg und habe es erst vor kurzem entdeckt.

Thursday, October 4, 2018

Direkt in zwei Typen verliebt



Direkt an der S-Bahn, kurz vor Schönhauser Allee, laufe ich so oft an diesen Häusern vorbei. Ganz verliebt bin ich in den Typen unten links und natürlich auch den rechts.
Eine kleine Brücke führt auf die Front, die mir Berliner Geschichte erzählen.
Und dann ess ich ein Falafel im "kaanaan", direkt rechts, wenn man über die Brücke drüber ist. Total unfreundliche Bedienung, aber leider total leckeres Essen. Tja.